Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

Zuverlässig, pünktlich und aufgeschlossen.

 

Wie lange bist du schon bei Stamm und was hat dich damals zu uns geführt?

2018 habe ich temporär bei Stamm angefangen und war rund ein Jahr hier. Danach war ich nochmals kurz bei einem anderen Unternehmen tätig, bevor ich 2020 wieder als Temporärmitarbeiter zu Stamm zurückgekehrt bin. Kurze Zeit später wurde ich fest angestellt. Begonnen habe ich als Zimmermann, mit dem Ziel, mich zum Vorarbeiter weiterzuentwickeln. Seit rund drei Jahren bin ich nun als Vorarbeiter tätig.

Zu Stamm kam ich ursprünglich, weil mein damaliger Arbeitgeber leider Konkurs ging. Stamm war mir bereits bekannt und einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen wechselten damals ebenfalls hierher. Da ich im Baselbiet wohne, war Stamm für mich eine naheliegende und sehr gute Option.

 

Wie bist du eigentlich zum Holzbau gekommen? War das schon immer dein Ding oder hat sich das eher ergeben?

Das war ein grosser Zufall. Aufgewachsen bin ich in Berlin und ursprünglich wollte ich eine Lehre in der Autobranche absolvieren, in der auch mein Vater tätig war. Nach einem schweren Autounfall, in den ich involviert war, konnte ich die Lehre jedoch nicht antreten. Meine Mutter meinte damals zu mir, dass ich nicht ein Jahr zu Hause herumsitzen könne und mir einen Job suchen solle.

So landete ich zunächst für ein halbes Jahr in der Gastronomie. Dort wurde mir sogar eine Lehrstelle angeboten, aber für mich war klar, dass ich lieber etwas Handwerkliches machen möchte. Mein damaliger Chef kannte jemanden aus der Handwerksbranche und stellte den Kontakt her. Mitte August ging ich zu einem Gespräch für eine Dachdeckerlehre und plötzlich hiess es: «Du kannst am Montag anfangen.» So spontan bin ich ins Handwerk gerutscht.

Nach der Lehre arbeitete ich noch eine Zeit lang bei meinem Bruder, der sich mit einer Holzbaufirma selbstständig gemacht hatte. Dadurch kam ich immer stärker mit dem Holzbau in Berührung. Später bin ich dann in die Schweiz ausgewandert und letztlich beim Holzbau geblieben.

 

Was machst du am liebsten, wenn du gerade nicht auf der Baustelle bist?

Am liebsten arbeite ich im Garten. Meine Frau hat von Anfang an klargemacht: «Der Garten ist deine Sache.» Und so ist das bis heute geblieben.

 

Was macht für dich einen richtig guten Arbeitstag auf der Baustelle aus?

Ich mag Sanierungen besonders, weil die Arbeit sehr abwechslungsreich ist. Ich stehe morgens mit einem Lächeln auf und freue mich auf den Tag. Wichtig sind für mich auch die richtigen Leute um mich herum, vom Projektleiter bis zum Team vor Ort. Wenn es miteinander harmoniert, macht die Arbeit einfach Spass.

Was gefällt dir an deiner Arbeit als Vorarbeiter Holzbau besonders gut?

Dass ich alles selbst koordinieren und einteilen kann und gleichzeitig viel mit Kunden, Architekten und anderen Beteiligten zu tun habe. Dieser direkte Austausch gefällt mir besonders gut. Mit der wachsenden Erfahrung weiss man immer besser, worauf es ankommt, und kann auch eigene Ideen und Tipps einbringen.

 

Was wird beim Holzbau von Aussenstehenden wahrscheinlich unterschätzt?

Dass wir bei jedem Wetter draussen arbeiten. Hitze im Sommer oder auch mal Dauerregen gehören dazu. Dass der Holzbau körperlich anstrengend ist, wissen wahrscheinlich die meisten, aber wie sehr uns das Wetter im Arbeitsalltag begleitet, wird oft unterschätzt.

 

Gibt es ein Projekt oder einen Moment auf der Baustelle, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Definitiv das aktuelle Projekt, das FCB-Museum. Die Arbeiten sind extrem vielfältig, vom Dach über den Innenausbau und die Wände bis hin zum Schopf. Aus einem alten Haus ein Museum entstehen zu lassen, ist schon etwas Besonderes.

 

Hat sich aus diesem Projekt auch etwas Neues für dich ergeben?

Ja, tatsächlich. Das FCB-Museum ist mein erstes grösseres Projekt als Vorarbeiter. Durch die vielseitigen Arbeiten und meine Erfahrungen bei diesem Projekt wurde ich angefragt, ob ich eine Weiterbildung im Bereich Treppen machen möchte. Das hat mich natürlich sehr gefreut.

 

Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, in den Holzbau einzusteigen?

Ich kann den Holzbau jedem empfehlen. Man muss sich aber bewusst sein, dass es ein körperlicher Beruf ist und man bei jedem Wetter draussen arbeitet. Dafür ist die Arbeit sehr vielfältig: Von Sanierungen über Neubauten bis hin zum Elementbau.

 

Vielen lieben Dank, Sven, dass du uns einen Einblick in deinen Weg und deine Arbeit im Holzbau gegeben hast. Schön, dich in unserem Stamm-Team zu haben! 🤝

 

P.S. Lieber Sven, natürlich ist uns nicht entgangen, dass du fleissig unsere Beiträge und Storys likest. Das Marketing-Team sagt DANKE an seinen wohl treuesten Social-Media-Buddy. ❤️

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