uptown Basel: Eine Momentaufnahme
Im November 2025 startete bei uns die Produktion für den Zwischenboden in Gebäude 1 von uptown Basel. Anschliessend folgte die Montage vor Ort, bei der mit Stahlbau, Holzbau und Maurerei mehrere unserer Gewerke Hand in Hand arbeiteten.
Der neue Zwischenboden ist für Büroarbeitsplätze und Datencenter mit hoher Rechenleistung vorgesehen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Flächenlasten und die zahlreichen Kabelverbindungen. Realisiert wurde die Konstruktion in einer anspruchsvollen Hybridbauweise aus Holz, Stahl und Beton.
Die Grundkonstruktion bilden 50 vorbehandelte Buchenstützen mit integrierten Stahl-Fuss- und -Kopfplatten sowie Primär- und Sekundärträger aus Stahl. Insgesamt verbaute unser Stahlbau rund 85 Tonnen Stahlteile, die grösstenteils für den Verbund mit Beton und Holz bearbeitet werden mussten.
Hand in Hand mit dem Stahlbau montierte unser Holzbau darauf 151 CLT-Elemente mit einer Stärke von 160 mm und einem Gesamtvolumen von 273 m³. Die Elemente wurden sorgfältig abgedichtet, damit beim anschliessenden Betonieren kein Beton austreten konnte. Für den zusätzlichen Verbund wurden nach der Armierung rund 10'500 Tellerkopfschrauben eingebracht.
Vor dem Betonieren setzte unsere Maurerei rund 500 Deckenspriessen ein, um die Holzdeckenelemente und Stahlträger während des Einbaus des Frischbetons zu stützen. Insgesamt wurden knapp 64 Tonnen Bewehrungseisen und -matten sowie rund 405 m³ Beton in fünf Betonier-Etappen verbaut.
Eine besondere Herausforderung lag in der Grundlagenplanung und Koordination zwischen Ingenieuren, Architekten und den beteiligten Gewerken. Die Hybridbauweise in dieser Form war für alle Beteiligten ein interessantes Novum und erforderte unter anderem spezifische Detaillösungen für die Brandschutzanforderungen.
Auch die Logistik im bestehenden Gebäude verlangte eine genaue Abstimmung: Sämtliches Material musste durch ein provisorisches Tor eingebracht werden. Lieferungen, Montageetappen, Ressourcen und Arbeitsbereiche wurden deshalb frühzeitig aufeinander abgestimmt. Zudem mussten die kompletten Schalungsflächen wasserdicht ausgeführt werden.
Die interne Planung und Koordination erfolgten über die beteiligten Sparten hinweg, wobei für den Kunden eine zentrale Ansprechperson als Koordinator fungierte. So konnten die jeweiligen Fachpersonen situativ beigezogen, Schnittstellen direkt geklärt und die Bauleitung entlastet werden.
Ein anspruchsvolles Projekt, das zeigt, wie Holz-, Stahl- und Betonbau bei Stamm von der Planung bis zur Montage ineinandergreifen.