Staumauer Gigerwald, Pfäfers
Im November 2024 führte unser Team vom Technischen Rückbau im Auftrag der Marti AG und unter Bauleitung der Axpo anspruchsvolle Arbeiten an der Staumauer des Gigerwaldsees aus.
Bei den Bauarbeiten wurde der Grundablass erhöht, der sich ca. 100m unterhalb der befahrbaren Mauerkrone befindet. Für die Arbeiten wurde der Stausee bis auf den Grund entleert. Unser Auftrag bestand darin, die 2m starke Stahlbetondecke gemäss Rückbaukonzept zu schneiden und zu bohren, damit sie in 26 gigantischen Betonblöcken sukzessive zurückgebaut werden konnte – innerhalb 4 Wochen im 2-Schichtbetrieb.
Die grösste Herausforderung war, dass der Bereich der Deckenunterkante während der Arbeiten noch mit Wasser gefüllt war, sodass die Schnittstücke nicht unterspriesst werden konnten. Um die Diamantseile für die Seilsägeschnitte einzufädeln, waren kreative Lösungen gefragt. Mithilfe eines Knickgelenk-Teleskopstabes brachten unsere Technischen Rückbauer Seile und Schnüre mit Magnettechnik durch vorgängig erstellte Kernbohrungen präzise an die Positionen. Diesen Vorgang hatten sie zuvor in einem Mockup in unserem Werkhof in Arlesheim erprobt.
Zusätzlich führte unser Team zwei über 18m lange Präzisionsbohrungen aus. Dank Erfahrung, durchdachter Planung und guter Zusammenarbeit konnten alle Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden.
150 Kernbohrungen Ø100 - Ø180, L=2m
2 Kernbohrungen Ø180 - Ø300, L=18m
Rückbauvolumen: 230m3 Stahlbeton, 575t